Biographie

Little Jimmy
"Little Jimmy"

Wie auf dem Foto zur rechten unschwer zu erkennen, begann mein Interesse am Musizieren und speziell an der Gitarre bereits in jungen Jahren.
Das Bild zeigt mich mit meiner ersten eigenen Gitarre bei meinem ersten Auftritt im heimischen Wohnzimmer, für den ich wahrscheinlich in Gummibärchen bezahlt wurde und improvisierte Versionen der Trickfilm-Titelmelodien "Pinocchio", "Biene Maja" und "Sindbad" zum besten gab. Genau läßt sich dies leider nicht mehr rekonstruieren...
Offensichtlich war meine Darbietung noch verbesserungswürdig, denn meine Eltern meldeten mich einige Zeit später zum Gitarrenunterricht am Konservatorium in Osnabrück an. Hier lernte ich ab dem neunten Lebensjahr klassische Gitarre bei meinem irischen Lehrer Jerome Morris.

Im Teenageralter bemerkte ich, daß Rockstars normalerweise E-Gitarren spielen, stellte daraufhin die akustische in die Ecke und ließ mich vom Weihnachtsmann mit einer cremeweißen Tokai Stratocaster samt Peavey Übungsverstärker beschenken.

 

Sunday Joint
Sunday Joint auf der Maiwoche in Osnabrück (1994?)

Nun war ich endgültig infiziert, nahm Bluesgitarren-Unterricht bei Toscho Todorovic von der Blues Company und begann, mit einigen Kumpels gemeinsam Musik zu machen. So gründeten wir unsere erste Band "Sunday Joint", mit der wir einige Jahre lang die Osnabrücker Kneipenszene mit Rockmusik der 60er/70er Jahre beschallten. Nach geglücktem Abitur und anschließendem Zivildienst trennten sich unsere Wege und so endete die "Sunday Joint" Ära recht unspektakulär.

Im Pink Piano
Jimmy im guten alten Pink Piano, Chris Rannenberg an selbigem (1996?)

Ich hatte noch zu Schulzeiten begonnen, regelmäßig die Montags-Bluessession im legendären Osnabrücker Pink Piano zu besuchen. Zuerst nur als Zuhörer, aber eines Montags wurde mir eine Gitarre umgehängt, und ich fand mich plötzlich auf der Bühne wieder. Ich will nicht wissen, wie es an jenem Abend geklungen hat, aber auf jeden Fall hat es mir so viel Spaß gemacht, daß ich seitdem jeden Montag, an dem ich nicht unterwegs bin, auf dieser Session verbringe!

Diese Jamsession mit allem, was in der Region Rang und Namen hat, aber auch regelmäßigen Besuchen internationaler Musiker, bot natürlich ideale Bedingungen zum Kontakteknüpfen. So lernte ich hier schnell viele Musiker kennen und hatte Gelegenheit, meine ersten Bluesgigs zu spielen mit Leuten wie Tom Vieth, Thomas Feldmann und Angela Brown.

Jimmy's BlueSonic Promofoto
Jimmy's BlueSonic Promofoto

Wenn man als Gitarrist nicht ständig und ausschließlich irgendwelche Sänger begleiten und dabei ab und zu mal ein Solo spielen möchte, gibt's nur eins: selber singen! Es dauerte seine Zeit, bis ich mich damit angefreundet hatte, bereut habe ich es aber nicht. Gemeinsam mit meinen alten "Sunday Joint" Kollegen Andre "Werki" Werkmeister am Schlagzeug und Mirko Bartolcic am Bass, sowie Jan Karow am Klavier, hoben wir "Jimmy's BlueSonic" aus der Taufe und nahmen sogleich eine Demo CD auf, um damit bei den Veranstaltern dieser Welt vorstellig zu werden.

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Doug Jay & The Blue Jays in Hamburg

Kurz nach Fertigstellung der BlueSonic Demoaufnahmen lernte ich im Pink Piano (wo sonst?) den Bluesharpspieler und Sänger Doug Jay aus Washington kennen, der eben erst aus den Staaten nach Berlin gezogen war. Doug war auf der Suche nach einer Band, wir hatten eine, was also lag näher, als uns zusammenzutun? Das war im Jahre 1999, und diese Band existiert bis heute. Mitte 2005 erschien endlich unser erstes Album mit dem Titel "Jackpot!", das auch sogleich tolle Kritiken in der internationalen Bluespresse einheimste. Zwei Jahre später veröffentlichten wir mit derselben Mannschaft das nächste Werk mit dem Titel "Under The Radar". Ich bin bei den Blue Jays nicht ausschließlich aufs Gitarrespielen und Singen beschränkt, sondern auch als Songwriter tätig. So finden sich auf beiden bisher erschienenen Alben Stücke aus meiner Feder, z.B. das Titelstück der letzten CD.

Jimmy Reiter
auf einem Gig in Stockholm, Schweden

Als mir 2008 der Posten des Gitarristen in der "Bluesnight Band" angeboten wurde, sagte ich gerne zu, denn mit dieser Formation kann ich seitdem monatlich wechselnde Stargäste wie z.B. Darrell Nulisch, Larry Garner und Deitra Farr auf kurzen Tourneen begleiten. Nebenbei bin ich immer wieder gerne für Studioalben anderer Kollegen zu haben, so z.B. für "Love Is The Key" von Big Daddy Wilson (Ruf Records), Keith Dunns "Collection" (beide 2009) und "Kinky At The Root" von Dede Priest (2011).

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Blues im Garten hemmt das Rasenwachstum = weniger Mähen!

Im Jahre 2011 erscheint mein Solo Debutalbum "High Priest Of Nothing" mit tatkräftiger Unterstützung von den Kollegen der Bluesnight Band, "Sax" Gordon Beadle, Chris Rannenberg uvm. Live bin ich derzeit mit meiner Band unterwegs, um das neue Album vorzustellen, und damit es mir bestimmt nicht langweilig wird, präsentiere ich auch weiterhin mit der Bluesnight Band verschiedene Gaststars und toure mit seinem alten Kumpel Doug Jay durch die Lande.

Laßt Euch mal blicken!

Festival Highlights

Mit der Bluesnight Band auf Binz (2008)
Mit der Bluesnight Band auf Rügen (2008)

Burnley Blues Festival (UK), Great British R'n'B Festival (Colne, UK), Mönsterås Blues Festival (Schweden), Blue Balls Festival (Luzern, Schweiz), Narcao Blues (Sardinien), Gaildorf Blues Festival (D), Luxemburg Blues & Jazz Ralley, Kopenhagen Blues Festival (Dänemark), Malmö Festivalen (Schweden), Jazz Ralley (Düsseldorf), Tolosa Blues Festival (Spanien), Corralejo Blues Festival (Spanien), Rawa Mazowiezca (Polen)

Ich durfte die Bühne teilen bzw. war im Studio mit

Bei der harten Studioarbeit (2009)
Bei der harten Studioarbeit (2009)

Louisiana Red, Duke Robillard, Billy Boy Arnold, Darrell Nulisch, Larry Garner, Aron Burton, Alex Schultz, Dave Myers, R.J. Mischo, Keith Dunn, Doug Jay, Boo Boo Davis, Mz. Dee, Angela Brown, Deitra Farr, Albie Donnelly, Guitar Crusher, Memo Gonzalez, Frank Biner, "Sax" Gordon Beadle, Paul Orta, Big Bones, Janice Harrington, Ron Williams, Sydney Youngblood...